Als Teil des Europäischen Green Deals legt die EU-Verordnung für das Ökodesign nachhaltiger Produkte (ESPR) den Rahmen für Anforderungen an das Ökodesign fest. Mit der jüngsten Erweiterung der Verordnung, die neben nicht-elektronischen Konsumgütern wie Spielzeug, Textilien und Reifen auch relevante Grundstoffe mit einschließt, sollen aber nicht nur kreislauffähige Produkte zur Norm werden, sondern auch nachhaltige Praktiken in der gesamten Lieferkette verankert werden. (Mehr zur EU-Öko-Design Verordnung im Interview mit Ronja Scholz und Kai Lindow)
Darauf setzt auch der Bundespreis EcoDesign und zeichnet nicht nur in der Kategorie Produkt aus, sondern auch in den Kategorien Service, Nachwuchs, Konzept.
Produkt: Sowohl auf dem europäischen Markt erhältliche Produkte als auch Prototypen, deren Markteinführung in naher Zukunft geplant ist. Dazu gehören Produkte aus verschiedenen Designbereichen und Branchen wie Möbel, Mode, Technik, Konsumgüter, Fahrzeuge, Innovationsgüter sowie Gebäude, Bauprodukte und intelligente Infrastrukturen.
Service: Dienstleistungen, die auf innovative Weise Nachhaltigkeit fördern, z. B. durch ressourcenschonende Nutzung, Kreislaufwirtschaft oder die Förderung von Umweltbewusstsein. Beispiele hierfür sind Sharing- und Leihsysteme (z.B. Carsharing, Mietmodelle), oder Dienstleistungen im Bereich Reparatur und Wiederverwendung, aber auch innovative Mobilitätskonzepte sowie Bildungs- und Beratungsangebote für nachhaltiges Verhalten.
Nachwuchs: Eingereicht werden können sowohl Abschlussarbeiten als auch während des Studiums entstandene Ideen, Konzepte und Prototypen, die innovative und nachhaltige Ansätze zeigen.
Konzept: Visionäre Ideen und Konzepte, die noch nicht umgesetzt sind, aber ein hohes Potenzial für nachhaltige Innovationen zeigen, wie z.B. Produktideen, Materialentwicklungen mit einem konkreten Anwendungsbezug oder Geschäftsmodelle, die neue Lösungen für ökologische Herausforderungen bieten.
Passend zum Thema haben wir unsere KEK-Kollegin Wenke Hebold gebeten, von ihren Erfahrungen im Austausch mit Unternehmen zu berichten. Wenke führt bei der KEK den Unternehmens-Workshop Nachhaltige Produktgestaltung und zirkuläre Geschäftsmodelle durch.